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30 Oktober 2017

Mit Halloween und Grusel-Content zu mehr Präsenz im Social Web

Der Benefit saisonaler Kampagnen für Marken

Erinnern Sie sich noch daran, wie viele Marken sich nach dem #covfefe-Tweet über Donald Trump lustig gemacht haben? Ein aktueller Aufhänger, der rasche Reaktionen der Nutzer herausfordert – schon klappt’s mit dem spontanen Engagement im Social Web. Aktuelle Ereignisse, wie Halloween, sind hervorragende Anlässe für die Community Manager von Unternehmen, um Konversationen zu starten und das Engagement der User zu pushen.

the jewish chronicle post

Deshalb sind die sozialen Netzwerke gerade voll von Halloween-Content, obwohl Zimtsterne und Spekulatius bereits in den Supermärkten stehen und der Coca-Cola-Weihnachtstruck im Anrollen ist. Tutorials über den perfekten Grusel-Look, etwa für die Verkleidung als Clown Pennywise aus Stephen Kings „Es“, oder Entrüstungsstürme auf ein Anne-Frank- Kostüm für Kinder erwiesen sich als außerordentlich viral. Und sie zeigen gleichermaßen, wie stark und positiv eine Kampagne laufen oder wie fix sie entgleisen kann.

Wie schaffen es Marken also am besten, das saisonale Interesse an Halloween zu nutzen? Und ist es möglich, Insights zu verwenden, um eigenen saisonalen Content zu erstellen? Die Auswertung von Beiträgen und Konversationen im Social Web mit Hilfe der Tools auf unserer Plattform Radarly ergab: Authentizität und Timing sind die Schlüssel zum Erfolg.

Kürbisrausch in den USA – kaum Resonanz in Sachen Orange in Großbritannien

Wir haben in den ersten beiden Oktoberwochen die sozialen Netzwerke weltweit ausgewertet. Wichtigstes Stichwort für die globale Suche war der Begriff „Halloween“. Erwartungsgemäß entfiel die stärkste Gruppe der Autoren auf die USA.

halloween demographics linkfluence

Beinah 67% aller Konversationen kamen von dort. Im Vergleich dazu lag Großbritannien mit 0,6% weit abgeschlagen. 0,2% der Konversationen stammten aus Frankreich, 0,1% aus Deutschland und gerade einmal 0,01% aus China. Die überwältigende Mehrheit der Autoren mit 43,6 Prozent war zwischen 13 und 24 Jahre alt. Mit 15,5 Prozent lag die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen auf Platz zwei – vermutlich Eltern, Großeltern oder andere Angehörige jüngerer Kinder.

Ein Schlüssel zum Erfolg für eine Marke für einen zeitlich und thematisch stark begrenzten Content ist auf jeden Fall der präzise Blick auf Kernzielgruppen sowie auf die eigenen Werbe- oder Marketing-Ziele. Das bedeutet, bei der Content-Planung auf die Interessen der einzelnen Personengruppen zu schauen. „Millenials“ etwa suchen vermutlich nach trendigen Kostümen für Partys. Eltern dagegen werden wahrscheinlich eher darauf achten, welches Kostüm für ihr Kind altersangemessen ist oder wie sie den kleinen Besuchern an der Haustür etwas Gesundes anbieten können.

Wann sollte eine Marke eine „Grusel-Offensive“ wagen?

In der Vor-Halloween-Zeit ging es gleichermaßen um den Grusel-Effekt wie ums Spaßhaben. In den USA dominierten Kampagnen, die Süßigkeiten und Kürbisse in den Vordergrund stellten. Im „Begleitrauschen“ von Halloween waren passende Produkte und Dienstleistungen präsent: Make Up, Party-Accessoires, Getränke, Snacks, Bars und Restaurants. Während die Marken und Consumer in den USA zu Horror-Höchstform aufliefen, ging es im Rest der Welt ruhiger zu. Die britische Modemarke „Accessorize“ beispielsweise setzte auf einen schlichten Schwarz-Weiß-Look bei Accessoires – Halloween, war da was?

pic.twitter.com/CSzB9xocIq

— Accessorize (@Accessorize) 15 October 2017

Eine Branche jedoch stach in den Halloween-Konversationen ganz klar heraus: Kosmetikmarken, die spezielle Make Ups für Schminktrends lancierten. Marken wie „Kat Von D„, „Mac“ und „NYX Cosmetics“ waren unter den am meisten benutzten Key-Words in der ersten Oktoberhälfte. „Mac“ etablierte sogar mit #MacHalloween einen eigenen Hashtag. Vor allem Instagram befeuerte diesen Trend: Die bildbasierte Plattform war die ideale Bühne für Beauty-Influencer, die ihr Können mit den ausgefallensten geschminkten Looks zeigten. Beinah 80% aller Impressions mit Key Words aus dem Bereich Make Up wurden dort generiert. Aber auch Lebensmittel- und Softdrink-Hersteller sowie Supermarktketten zeigten in den Social Media, wie Marken und Produkte platziert werden können.

Vorteile von saisonalem Content

Zweifellos ist es schwierig, bei der schieren Masse von Halloween-Posts in den sozialen Netzwerken hervorzustechen. Authentizität und Kreativität sind allemal gefragt, um individuell und originell zu sein. Das richtige Timing sowie die Wahl des passenden Kanals sind nicht weniger wichtig: Eine zu spät gestartete Kampagne wird selbst mit der besten Idee zum Mitläufer und erzeugt zu geringe Aufmerksamkeit im Sammelsurium zahlreicher anderer Akteure. Wer zu früh startet, läuft Gefahr, auf der Langstrecke den Atem zu verlieren. Prüfen Sie zudem, ob Sie genügend Kapazitäten haben, um Ihre Content-Kampagne kontinuierlich mit neuen Beiträgen zu bedienen und in Diskussionen am Laufen zu halten.

Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass Ihre Marke genügend Relevanz in den von Ihnen ins Auge gefassten Zielgruppen hat und dass Sie wissen, wie Sie die Interaktion mit den Nutzern und Kunden Ihrer Marke führen. Ihre Zielgruppen und Ihre Follower werden Ihnen in ihren Reaktionen und Interaktionen zeigen, dass sie Ihren Platz im Social Web und Ihre Kunden kennen und schätzen.

Halloween ist für Marken im Web längst gelaufen, doch Weihnachten steht vor der Tür. Vielleicht ist das Jahresende mit seinen vielen Feiertagen genau der richtige Anlass für Sie, um eine eigene, saisonale Content-Kampagne umzusetzen? Lassen Sie uns wissen, was Sie planen und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns auf Twitter unter @LinkfluenceDE. Wir planen und analysieren Ihre Kampagnen gern mit Ihnen und für Sie!

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