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15 Januar 2018

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Sind die Social Media Höhe- und Tiefpunkte aus 2017 ein Ausblick auf 2018?

An Fortschritt mangelte es den sozialen Netzwerken 2017 nicht. Von #Twitter280 über den „Tod“ von Snapchat bis hin zum Aufstieg des Live Streamings haben wir 2017 einiges an Fortschritt erleben dürfen. In vielen Bereichen war es jedoch auch ein nicht so ganz einfaches Jahr für die sozialen Netzwerke. So hatte Facebook Mühe mit den Werbeanzeigen auf seiner Plattform. Diese waren entweder politisch Motiviert, hatten Zahlenfehler in den Ergebnissen, oder hatten sogar Probleme mit Diskriminierungsvorwürfen. Aber nicht nur Facebook kämpfte mit Problemen: Twitter musste zugeben, dass sie zu viele Log-Ins zählten und sich dies auf Ihren jährlichen Bericht auswirkte. Alles in allem bleibt Social Media ein kontroverses, aber sich stetig entwickelndes Medium, welches sich perfekt eignet, um als Unternehmen Kontakt mit seinen Kunden zu pflegen und mehr über diese zu erfahren.

Während es in den Communities noch Streitigkeiten darüber gibt, ob es nicht sinnvoll wäre, AdBlocker gegen manipulative Werbung zu verwenden oder was Instagram wohl als nächstes machen wird, haben wir uns die Zeit genommen, einen kleinen Rückblick auf die Highlights und Innovationen aus 2017 zu wagen. Vielleicht lassen sich ja daraus Erkenntnisse gewinnen, was 2018 so alles ansteht.

Gute Zeiten: Live Streaming

Martha is Live with Seth Meyers from Late Night with Seth Meyers for a special Valentine's Day show. Pretzel making, mustard dips and a delicious bourbon cocktail. http://bit.ly/1SLDWqw

Publié par Martha Stewart sur vendredi 12 février 2016

Nicht unbedingt eine Innovation aus 2017, aber dennoch ist das Live Streaming dieses Jahr durch die Decke gegangen. Für jedes noch so kleine Event gab es bei einigen Personen einen Facebook Livestream und auch Twitters Periscope durfte sich über einen zweiten Frühling freuen. Der Vorteil von Livestreaming liegt in einer kleineren Barriere zwischen dem Streamer und dem Zuschauer. Die Interaktion ist direkt und Streamer können sofort auf Fragen und Feedback reagieren. Genau aus diesem Grund haben viele kleinere Unternehmen und Ottonormal-Verbraucher den roten Knopf gedrückt und waren dieses Jahr so oft wie noch nie On-Air.

Auf Facebook wartet auf die Livestreamer ein großes Publikum, denn über 360 Millionen Nutzer schauen sich Facebook Livevideos regelmäßig an. Zudem werden Livestreams über dreimal länger angeschaut als herkömmlicher Videocontent. Für 2018 lohnt sich definitiv ein Blick auf Livestreaming.

Gute Zeiten: Micro-Influencer Boom

Ein Zauberwort aus 2017 ist Authentizität. Vermutlich ist es der Wunsch nach dieser Authentizität der den Fokus der normalen Social-Media-Nutzer von Prominenten zu kleineren Micro-Influencern gelenkt hat. Doch diese sind auch nicht frei von Skandalen. Wir schrieben im November dieses Jahrs über Micro-Influencer und darüber, dass es einige gab, welche sich ihre Follower erkauft hatten.

Betrachtet man, wie Influencer vor einigen Jahren und heute agieren, so lässt sich ein großer Unterschied feststellen: die Technologie. Die Rolle der Influencer wurde durch die Einführung und das Wachstum von Social Media demokratisiert, was bedeutet, dass heutzutage jeder ein Influencer sein kann. Der technologische Fortschritt eröffnet jedoch nicht nur die Möglichkeit des Influencer-Daseins, sondern auf der Seite der Unternehmen die vereinfachte Identifikation und Kontaktierung von Influencern vor allem durch die Nutzung von Social Insights.

Wird der Micro-Influencer Boom weiter anhalten, oder wird die Blase in 2018 platzen?

Schlechte Zeiten: Der „Tod“ von Snapchat

Da wir grade von Influencern sprechen: Viele Social-Media-Experten sagten voraus, dass Snapchat sich auf dem absteigenden Ast befindet. Auch auf dem Festival of Marketing war der Tenor über die Zukunft von Snapchat ebenfalls eher düster. Durch unsere Social Listening Plattform fanden wir heraus, dass vor, während und nach dem Festival of Marketing nicht ein einziger auf das FOM bezogener Post Snapchat erwähnte. In Kontrast dazu erreichte der Begriff Twitter 252.000 Impressionen dicht gefolgt von LinkedIn mit 156.000 Impressionen. Facebook und Instagram konnten mit 9780 und 5560 Impressionen erfasst werden.

Aber vielleicht sind all die düsteren Vorhersagen doch etwas zu früh, denn das Gesprächsthema Ende dieses Jahres war AR und Snapchat hat mit seiner Augmented-Reality Brille vielleicht noch ein Ass im Ärmel. Denn mit dieser Brille können virtuelle Avatare oder Bitmojis in der echten Welt aufgenommen werden. Unternehmen, wie Budweiser, BMW und McDonalds haben diese AR Entwicklung bereits getestet.

Schlechte Zeiten: #Twitter280

Wer hätte gedacht, wie emotional wir werden können, wenn es um ein simples Zeichenlimit geht.  Als Twitter im Oktober uns mit einer Verdopplung des Zeichenlimits überraschte, waren die meisten Nutzer eher verärgert. Obwohl Twitter diese Änderung als ein bahnbrechendes Feature verkaufte und meinte, dass es doch genau das wäre, worauf wir schon lange gewartet haben, war die Antwort des Twitterverse ein dickes fettes „Na und?“.

Wir berichteten darüber, dass dies zu einem Test über Niché vs Expression werden kann. Bald werden wir herausfinden, ob Nutzer wirklich verschiedene Plattformen für verschiedene Zwecke nutzen, oder ob eine zentrale Plattform dem normalen Nutzer ausreicht. Achja wann kommt eigentlich der Edit Button, Twitter?

Wohin geht die Reise?

Was wird uns 2018 bringen? Eines wissen wir mit Gewissheit: visuelle Inhalte werden auch 2018 immer mehr in den Vordergrund rücken- ein Grund warum wir zu Beginn dieses Jahres eine eigene Bilderkennung in unsere Plattform integriert haben. Zudem erwarten wir einen Einfluss von östlichen sozialen Netzwerken wie WeChat und Sina Weibo, da diese langsam versuchen Fuß zu fassen.

Wir von Linkfluence wünschen Ihnen jedenfalls einen guten Start in 2018.

 

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